Dezember 2011
Jetzt bin ich schon 8 Jahre alt. An meinem Geburtstag hat Mama mir gleich nach dem Aufstehen zum Geburtstag
gratuliert. Doch wir hatten nicht viel Zeit, ich musste schnell frühstücken, Zähne
putzen und mich schon auf den Weg in die Schule machen. Mittags hatte ich mir
Topfenwähe gewünscht und davon dann auch einiges verdrückt. Papa kam gegen Mittag
und Zoë endlich kurz vor 16 Uhr nach Hause. Dann
konnte meine kleine Geburtstagsfeier losgehen. Die Zeit zwischen 14 und 16 Uhr war mir
schon sehr lange vorgekommen! Es haben mir nochmals alle zum Geburtstag
gratuliert und wir haben uns gemeinsam über die Geburtstagstorte hergemacht.
Im Anschluss daran durfte ich gleich mal meine Geschenke auspacken. Ich
bekam den heiss gewünschten Fotoapparat und von Linus und Zoë Playmobil. Nach dem Geschenke Auspacken
musste ich natürlich gleich den Fotoapparat ausprobieren! Zum Abendessen
habe ich noch die Reste vom Mittag sowie ein paar Chips verputzt. Meine Kindergeburtstagsparty hat dann am
nächsten Tag statt gefunden. Sieben Mädchen kamen nach der Schule mit zu mir zum Spaghettiessen. Nach
dem Mittagessen durfte ich die Geschenke auspacken und danach haben wir noch ein wenig gespielt. Bald
schon aber machten wir uns auf den Weg Richtung Basel: weil ich Tiere so gerne habe, durfte ich
meinen Kindergeburtstag im Zolli feiern! Wir bekamen zu einem von mir gewählten Thema eine
Spezialführung. Im Anschlass daran haben wir zunächst im Löwenhaus ein Geburtstagszvieri gegessen
und nachher haben wir uns wieder auf den Heimweg gemacht. Daheim liessen wir den Nachmittag mit
Spielen ausklingen.
Letzten Winter hatten wir einigen Schnee und ein paar sehr kalte Tage. Ich bin
manchmal mit Papa im verschneiten Wald spazieren gegangen. Wir sind oft
Schlittenfahren gegangen hinterm Haus.
Viel Spass macht mir das Eislaufen. Ich bin schon ganz gut alleine unterwegs auf
dem Eis. Wenn es draussen richtig kalt ist, dann ist auch das Eis in der Halle
wunderbar. Vor ein paar Tagen waren wir das erste mal in diesem Winter in der
Eishalle. Nach ein paar unsicheren Schritten zu Beginn hatte ich den Dreh schnell
wieder draussen. Besonders gut gefällt mir daran, dass ich auf dem Eis besser
unterwegs bin als meine grössere Schwester und viel besser als mein kleiner Bruder!
Nun trage ich mich mit dem Gedanken, ob ich nicht einmal das Schifahren ausprobieren
sollte. Zoë rät mir davon ab: die hat es mal an einem Nachmittag ausprobiert und
nach einer Stunde hatte sie mehr als genug davon. Jetzt hat Papa gesagt, er geht nur
mit mir, wenn ich einen Schikurs mache und zwar mindestens drei Tage lang. Guter Rat
ist nun teuer: was ist, wenn ich auch nach einer Stunde nicht mehr will?
Inzwischen hat sich meine Aufregung, was die Schule betrifft, gelegt. Ich hatte oft
Kopfweh gehabt, sodass Mama mit mir zum Augenarzt ging, um meine Sehschärfe überprüfen
zu lassen. Beim Augenarzt stellte sich heraus, dass ich leicht weitsichtig bin, aber
nicht wirklich dramatisch. Da ich aber so oft über Kopfweh klagte nach der Schule,
bekam ich dennoch eine Entlastungsbrille verschrieben. Seither trage ich in der Schule
eine Brille, daheim lege ich sie aber sofort ab. Das rächt sich manchmal, denn beim
Fernsehen ohne Brille bekomme ich auch öfters Kopfweh. In der Schule bin ich gut im
Lesen und Geschichten Schreiben, im Zeichnen und in Mensch und Umwelt. Das Diktate
Schreiben ist weniger mein Ding und das Rechnen ist mein grosser Frustfaktor. Ich
muss daheim brav üben, damit ich mithalten kann. Natürlich habe ich wenig Lust zusätzlich
zu üben. Nach der Schule bin ich oft aber auch einfach kaputt. Vor allem zu Wochenbeginn
spricht man mich nach der Schule am besten gar nicht an, sonst explodiere ich gleich.
Ich finde es sehr anstrengend, einen Vormittag lang still zu sein und sich möglichst ruhig
zu halten! Die Konzentration spielt mir manchmal einen Streich. Seit in meiner Klasse so
viele Kinder sind, dass gar keines mehr dazu kommen kann, habe ich noch mehr Mühe mit
dem Konzentrieren.
Ich habe in der Schule nicht eine beste Freundin, sondern ich komme
mit den meisten Kindern gut aus. Ich helfe gerne anderen und das wissen die auch zu
schätzen.
In den Sommerferien waren wir ein paar mal Schwimmen. Inzwischen kann ich halbwegs
schwimmen. Ich tauche gerne und ein paar Meter kann ich mich auch über Wasser halten.
Da es fast die ganzen Sommerferien über dauerregnete, haben wir sonst nicht allzu
viel unternommen. Sobald es halbwegs trocken war, haben wir draussen gespielt.
Manchmal haben wir Ausflüge gemacht. Ich war mal zusammen mit Linus und Papa bei
einer Burgruine.
Um meine überschüssige Energie etwas los zu werden, meinte Mama, ich könnte doch mal
beim Stadtlauf mitmachen. Da ich beim Laufen oft Seitenstechen bekomme, wollte Mama
mir zeigen, wie man richtig atmet. Die Laufrunde wurde jedoch eher zum Desaster für
sie, weil sie nämlich keine Chance hatte, mir hinten nach zu kommen. Das nächste mal
ging Papa mit mir, und auch der kam tüchtig ins Schnaufen. Beim Stadtlauf kam ich
dann auch als Viertbeste meines Jahrgangs ins Ziel. Ich war stolz auf meine Medaille,
damit war das Thema Laufen für mich aber auch wieder beendet.
Ich gehe ins Aikido. Anfangs war ich sehr skeptisch gewesen, ob das was für mich wäre,
doch inzwischen macht es mir viel Spass. Ich habe jetzt auch einen Kimono bekommen,
da macht es gleich noch mehr Spass! Mein Gleichgewichtssinn verbessert sich durch
dieses Training ständig und eine Freundin hab ich dort jetzt auch.
Die heurigen Ferien haben wir wieder einmal in Österreich verbracht. Da wir Kinder
beim letzten Mal auf dem Reiterhof so glücklich waren, sind wir auch heuer wieder
hingefahren, allerdings in den Herbstferien. Nach der langen mühevollen Autofahrt,
die ganz früh am Morgen losging und während der wir recht brav waren, kamen wir
am frühern Nachmittag am Hof an. Wir bezogen das gleiche Zimmer wie schon im letzten
Jahr und danach schauten wir uns gleich um. Wir schauten uns die Pferde an und ich
entschied mich, dass ich den Cricket reiten wollte am nächsten Tag. Ich war mit
Linus zur Longestunde eingeteilt, tatsächlich aber durften wir eigentlich gleich
frei reiten. Ich hatte mir vorher schon Sorgen gemacht, dass ich mehrere Stunden
an der Longe verbringen muss! Allerdings hatte ich das Pferd nicht immer voll im
Griff. Wir durften zweimal täglich reiten und daher machte ich schnell Fortschritte.
Bald durfte ich an der Longe galoppieren und an den letzten Tagen auch frei. Fürs
Galoppieren musste ich allerdings auf Falco oder Zorro umsteigen. Nachdem ich
fast vom Cricket gefallen wäre, weil er wegen eines Geräuschs erschrocken war, wählte
ich den Zorro zum Reiten. Doch dann hat Linus immer den Zorro reiten wollen! Ich
bekam dann allerlei Pferde zugeteilt, unter anderem sass ich auf Fina, Caramella und
Jimmy. Am Ende der Woche habe ich Jimmy zu meinem neuen Liebling erklärt, und ich
hoffe sehr, dass ich wieder mal dazu komme, ihn zu reiten! Zwischen den Reitstunden
konnten wir Trampolin springen, ganz junge Katzen streicheln, Tischfussball spielen,
im Stall ausmisten und füttern helfen, und den Grösseren beim Reiten zusehen. Ich habe
mich mit einem grösseren Mädchen angefreundet, das auch mit ihren Eltern, ihrer älteren
Schwester und einem Hund da war. Ich durfte dann mit dem Hund auch Gassi gehen.
Nach der Woche auf dem Reiterhof ging es weiter ins Salzkammergut, wo wir die Verwandtschaft
besuchten. Wie das Amen im Gebet schlug das Wetter auch diesmal um, wir sahen sogar den ersten
Schnee dieses Winters! Aber wir Kinder waren eigentlich recht zufrieden damit, dass wir
nicht allzuviel unternommen hatten. So kamen wir erstmals ins Salzbergwerk, wo uns
Kinder besonders das Rutschen auf der langen Rutsche gefallen hat.
Ich zeichne immer noch sehr gerne. Das hier ist eine, die ich für den Linus gemalt habe, als
er in seiner Dinosaurierphase war. Sie ist noch immer bei ihm im Zimmer aufgehängt.
Inzwischen werde ich aber auch beim Basteln immer geschickter und schneller. Ausmalen tu
ich nicht sooo gerne und das Schneiden ist auch nicht so mein Ding. Am liebsten mache
ich einfach drauf los ohne irgendwelche Vorgaben - das ist meine Stärke!
So, das war es für diesmal. Zum Abschluss verraten wir Euch meine Masse: ich
bin etwa 24kg schwer und 128 cm gross.